Es liest sich ein bisschen wie das Drehbuch eines Films. Eine junge Frau aus Hamburg, die irgendwas mit Werbung macht, fliegt nach New York, spielt dort „einfach so“ im The Bitter End, einem der legendärsten Live-Clubs der Welt und kündigt anschließend ihren Job. Wenige Jahre später, im November 2016 gibt sie mit einer 10-köpfigen Band das erste elektrisch verstärkte Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie noch vor der offiziellen Eröffnung und hat sich als Soulpop-Sängerin einen Namen gemacht. 

„Modern Retro Soul“ zurück in die Zukunft und back to the roots 

Ihre Liebe zu alter Soul-Musik führt Miu zum für sie nächsten und einzigen logischen Schritt: Ein kompromissloses Soulalbum, das sich Größen wie Donny Hathaway oder einen frühen Lenny Kravitz zum Vorbild nimmt. Ohne Wenn und Aber! 
Fortan stöbert Miu auf Flohmärkten nach alten Platten mit großen Stimmen, sie sucht in entlegenen Geschaäten nach alten Instrumenten, bastelt sich eine alte Gibson Gitarre von 1961 zurecht, verliebt sich in die Soundwelt des Mellotrons. Sie schließt sich ein und übt eifrig Gitarre, Klavier und Ukulele und schreibt innerhalb eines Jahres gut 100 Songs, reist auf der Suche nach dem perfekten Lied bis nach LA. 

Inspiriert von starken Songwriterinnen wie Carole King, Roh-Soundspezialisten wie den Black Keys, atmosphärischen Klängen eines Michael Kiwanuka und großen Vokalistinnen wie Amy Winehouse, bringt Miu ihre Lieder mit durchsetzungsstarkem Sound ins Jahr 2019. Dreck und Glanz, rauer Wumms und zart flirrender Schmelz. 

Bei all dem Faible für Retro Sounds könnten die Themen der Hamburger Künstlerin jedoch aktueller nicht sein: Social Media Wahnsinn, Einsamkeit unter vielen, die Mühe der Mühelosigkeit, Stalking und eine auseinander driftende Gesellschaft. 
Miu’s Songs dokumentieren all ihre musikalischen Einflüsse und beziehen gleichzeitig klar Stellung zum Zeitgeist. 

Produziert wird von Gregor Hennig (Rhonda, Bela B., Me & My Drummer) im geschichtsträchtigen Studio Nord, in dessen Keller sich teilweise noch historische Bänder der alten Rundfunkorchester-Zeit finden.

Ihre ersten beiden Alben„Watercoloured Borderlines“ (2015)  und „Leaf“ (2017), beide bei Herzog Records erschienen, brachten Miu mit ihrer Band zu Konzerten in zahlreiche Clubs, Konzertsäle und auf Festivals –vom Mojo Club über Elbjazz & Co. Ihr neues Album knüpft an diese Erfolge an und macht einen gewaltigen Schritt nach vorn. 
Für das nächste Kapitel im Drehbuch.